Inspiration

Beschädigtes Campbell Souper Dress von Andy Warhol

Von 1966 bis 1968 schaltete die Campbell Soup Company eine Werbekampagne der besonderen Art: Das Unternehmen lud seine Kundinnen ein, für einen Dollar und zwei Campbell-Dosensuppen-Etiketten ein Papierkleid im Warhol-Stil zu kaufen. Das sogenannte „Souper Dress“ lag voll im Trend: Es war die Zeit der Pop-Art-Bewegung. Künstler wie Lichtenstein, Rosenquist und Warhol ließen sich bei ihren Arbeiten – Comics, Plakatwänden und Pin-up-Filmstars – von Alltagsobjekten inspirieren. Gegenstände des modernen urbanen Lebens wurden zu Kunstobjekten. Selbst der Einkaufswagen eines durchschnittlichen Amerikaners inspirierte Warhol zu Werken, die die Bildsprache alltäglicher Markenprodukte widerspiegeln, wie z. B. Brillo-Seifenschwämme, Coca-Cola-Flaschen und Campbell-Dosensuppen.

Das „Souper Dress“ wurde serienweise mit Warhols Suppendosenmotiv in Rot, Schwarz und Weiß bedruckt. Die Kundinnen sollten das Kleid nach einmaligem Tragen wegwerfen und damit ein augenfälliges Mode-Statement abgeben. Wie viele Kleider die Wegwerfaktion überlebt haben, ist nicht bekannt. Das seit rund 50 Jahren immer stärkere Interesse an vergänglicher Kunst hat jedoch dazu geführt, dass derartige Objekte heute in weltweit führenden Kunstsammlungen und Pop-Art-Ausstellungen zu finden sind.

Eines der Wegwerfkleider wurde bei einer Ausstellung unwiderruflich zerrissen. Der Besitzer erhielt bei diesem Verlust einen Schadenausgleich in voller Höhe. Heute ist das „Souper Dress“ Teil der AXA ART-Collection für beschädigte Kunstwerke – derzeit zu besichtigen in unserem Londoner Büro.

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