Häufige Schadenursachen

Wer glücklicher Besitzer wertvoller Objekte ist, setzt sich zwangsläufig dem Risiko von Umwelt-, Wasser- und Feuerschäden und Diebstählen aus.

Aufgabe einer Versicherung ist es, potenzielle Schäden zu begrenzen. Mithilfe wirkungsvoller Präventivmassnahmen kann das Schadenrisiko auf ein Minimum reduziert werden. Die oberste Regel lautet: Bewahren Sie Kunstwerke und andere persönliche Wertgegenstände stets unter optimalen Bedingungen auf.

Wir haben über 50 Jahre Erfahrung im Umgang mit Wertgegenständen und wissen, wie man sie effizient vor Unglücksszenarien aller Art schützen kann. Jede Situation ist anders, doch mit den folgenden praktischen Empfehlungen sind Sie bestens beraten, wertvolle Objekte sorgenfrei zu präsentieren.

Wasser

Ob Hochwasser, Rohrbruch oder überlaufende Dachrinne: Wasser ist eine der häufigsten Schadenursachen.

  • Reinigen Sie Ihre Dachrinnen jährlich bzw. mehrmals pro Jahr, wenn Bäume in der Nähe Ihres Hauses stehen.
  • Überprüfen und warten Sie regelmässig Sanitär- und Heizungsanlagen.
  • Drehen Sie das Wasser ab und leeren Sie Wassertanks, wenn Ihr Haus während der Winterzeit unbewohnt ist.
  • Untersuchen Sie Wassertanks in regelmäßigen Abständen auf Korrosion und Verschleiß. Ein Leck im Dach kann auf sämtlichen Etagen verheerende Schäden an Sammlungsgegenständen und Möbeln anrichten.
  • Bei schwerem Niederschlag kann durch überlaufende Abwasser- und Versorgungsleitungen Schmutz und Unrat ins Haus gelangen. All das können Sie verhindern, indem Sie Ihre Abflussrohre mit Rückschlagventilen ausstatten.
  • Giessen Sie Bratöl nicht in den Ausguss. Es kann Abflussrohre verstopfen und dazu führen, dass Wasser zurück ins Haus fliesst.

Feuer

Feuer und Rauch sind für Menschen gefährlich und richten an Gebäuden, Möbeln und Kunstsammlungen verheerende Schäden an.

  • Bewahren Sie wichtige Dokumente und wertvolle Fotos in einem Brandschutz-Safe auf.
  • Lassen Sie Kerzen oder offene Feuer nie unbeaufsichtigt. Kontrollieren Sie vor jeder Wintersaison, ob alle Kamine im Haus sauber sind.
  • Statten Sie Ihre Küche(n) mit Feuerlöscher und Löschdecke aus (besonders, wenn ein Gasherd vorhanden ist).
  • Schützen Sie besonders gefährdete Bereiche bei Bedarf durch den nachträglichen Einbau von Brandschutztüren.
  • Elektrische Anlagen verschleissen mit der Zeit und sollten regelmässig auf Überlastung, Stromschlag- bzw. Brandrisiken und unsachgemässe Erdung oder Anschlüsse geprüft werden.
  • Im Brandfall hat Ihre eigene Sicherheit Vorrang. Verlassen Sie das Haus so schnell wie möglich, um sich keiner Gefahr auszusetzen. Ziehen Sie die Türen zu, ohne sie abzuschliessen. Rauch kann Ihrer Sammlung grossen Schaden zufügen.

Diebstahl

Wenn Sie einen Verdacht auf Einbruch hegen, handeln Sie bitte nicht auf eigene Faust, sondern verständigen Sie umgehend die Polizei.

  • Bei Einbruch hat Ihre eigene Sicherheit Vorrang. Verlassen Sie das Haus so schnell wie möglich, um sich keiner Gefahr auszusetzen.
  • Wenn Ihr Haus bewohnt aussieht, ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs geringer, auch wenn der einzige Bewohner ein Hund oder ein sonstiges Haustier ist.
  • Wenn Ihr Haus unbewohnt ist, verwenden Sie Zeitschaltuhren, um die Beleuchtung ein- und auszuschalten.
  • Bringen Sie als Einbruchsicherung an allen zugänglichen Fenstern Schlösser an. Sichern Sie Kellerfenster bei Bedarf durch den nachträglichen Einbau von Stäben bzw. Gittern.
  • Legen Sie ein Register (mit Fotos) über Ihre Kunstwerke an. Im Verlustfall oder bei Diebstahl liefern die darin enthaltenen Informationen wichtige Suchhinweise.

Schadenereignisse

Schadenereignisse sind nur selten vorhersehbar; durch entsprechende organisatorische Massnahmen lässt sich der Schaden begrenzen.

  • Informieren Sie Ihr Reinigungs- oder Hauspersonal, falls besonders empfindliche Kunstwerke nur mit Spezialreiniger gepflegt oder gar nicht berührt werden dürfen. (Das Reinigen von nicht verglasten Bildern mit Sprühreiniger und Abstauben von Fotos kann verheerende Schäden anrichten.)
  • Überlegen Sie genau, wo Sie empfindliche Kunstwerke aufstellen/-hängen. Stellen Sie beispielsweise Keramiken nicht in Treppennähe oder an anderen Stellen auf, wo sie leicht umgeworfen werden können.
  • Vermeiden Sie das Überwässern von Topfpflanzen, die auf Möbeln stehen.
  • Wenn Sie Handwerker im Haus haben, entfernen Sie empfindliche Kunstwerke aus dem Arbeitsbereich und von den Zufahrtswegen. Ein herunterfallender Bohrer kann einem Gemälde Löcher oder Risse zufügen.

Schadenverhütung und Beratung

In den letzten Jahren hat AXA ART viel Zeit und Aufwand in die Untersuchung optimaler Bedingungen für die Lagerung, Ausstellung und sichere Aufbewahrung von wertvollen und empfindlichen Kunstwerken gesteckt. Davon ausgehend wurden einige Grundregeln ausgearbeitet, mit denen Sie Ihre Sammlerstücke vor Alterungsschäden und Verfall schützen können.

Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um allgemeine Empfehlungen handelt. Individuelle Ratschläge erhalten Sie beim Restaurator. Wenn Sie weitere Informationen zum Thema Schadenverhütung und Konservierung benötigen, helfen Ihnen die Kunstexperten von AXA ART gerne weiter.

Arbeiten auf Papier und Fotos

  • Stellen Sie sicher, dass genügend Zwischenraum zwischen Werk, Rahmen und Glas vorhanden ist.
  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung: Lichtschäden sind später nicht mehr zu beheben.
  • Verwenden Sie möglichst Bilderglas mit UV-Filter und stellen/hängen Sie Ihre Werke abwechselnd auf.
  • Berühren Sie Fotos nur mit sauberen Händen oder Handschuhen, damit sie mit der Zeit nicht durch Fett- und Salzrückstände unansehnlich werden.
  • Verwenden Sie ausschliesslich Verstärkungen aus hochwertigen Materialien, die Kunstwerke nicht beschädigen (z. B. Passepartouts aus säurefreiem Papier oder Karton).
  • Verwenden Sie zur Reinigung des Bilderglases stets ein weiches Tuch.
  • Sprühen Sie Reinigungsmittel nie direkt auf das Glas, damit es nicht unter den Rahmen läuft.

Werke auf Leinwand und Holz

  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und verwenden Sie Verbundglas mit UV-Filter.
  • Bewahren Sie lichtempfindliche Gemälde in dunkler Umgebung auf, wobei die Lichtstärke mindestens 5 LUX betragen sollte, um eine Schwärzung oder ein Aufhellen alter Farben zu vermeiden.
  • Verwenden Sie zur Beleuchtung ausschliesslich Gemäldeleuchten oder Strahler mit Leuchtmitteln (wie z. B. LEDs), die keine Wärme abgeben.
  • Lassen Sie Ihre Gemälde vom Fachmann reinigen. Entfernen Sie Oberflächenstaub mit einer feinen, sehr weichen Bürste.
  • Berühren Sie Gemälde nicht mit den Fingern (um Schäden durch Hautfett zu vermeiden).
  • Verwenden Sie keine Pestizide, Lufterfrischer oder Möbelsprays in der Nähe von Kunstwerken.
  • Lagern Sie Gemälde nur dann in Kellern, Garagen oder Dachböden, wenn Temperatur und Feuchtigkeit entsprechend reguliert werden können.

Glas und Keramik

  • Glas- und Keramikobjekte sind zerbrechlich und können beim Aufprall Risse bekommen oder gänzlich zu Bruch gehen. Fassen Sie zerbrechliche Gegenstände stets mit beiden Händen an und nicht am Griff oder Ausguss.
  • Wenn Sie Kunstgegenstände zur Aufbewahrung stapeln, legen Sie weiches Polstermaterial zwischen die einzelnen Objekte.
  • Vermeiden Sie es, Kunstgegenstände an Orten aufzubewahren oder auszustellen, an denen extreme oder schnell wechselnde Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte zu erwarten sind.
  • Gehen Sie beim Reinigen mit Tüchern vorsichtig vor, weil deren Fasern an rauen Oberflächen oder schlecht befestigten Verzierungen hängen bleiben können.

Kunststoffobjekte

  • Ältere Kunststoffobjekte sehen oft robuster aus als sie tatsächlich sind und müssen entsprechend vorsichtig behandelt werden.
  • Setzen Sie Objekte aus Kunststoff nie direktem Sonnenlicht aus: Durch UV-Strahlung werden sie mit der Zeit spröde.
  • Stellen Sie Kunststoffobjekte an Orten mit ausgewogenem Raumklima und niedriger Luftfeuchtigkeit auf, denn schon geringe Feuchtigkeit kann zu bleibenden Schäden führen.
  • Bewahren Sie Kunststoffobjekte in dunklen Räumen und aufblasbare am besten befüllt auf.
  • Versehen Sie Kunststoffobjekte nicht mit Aufklebern, da diese Weichmacher enthalten können, die in den Kunststoff eindringen.

Möbel

  • Vermeiden Sie es, antike Möbel direkt auf Böden mit Fussbodenheizung zu stellen.
    Verwenden Sie in diesem Fall einen Luftbefeuchter oder stellen Sie ein Glas Wasser in oder unter das Möbelstück. So können Schränke oder Truhen vor Austrocknen bewahrt werden.
  • Setzen Sie Möbelstücke nie direktem Sonnenlicht aus, um zu vermeiden, dass sie ausbleichen oder schrumpfen.
  • Inspizieren Sie antike Möbel regelmässig auf Holzwurmspuren: Senfgelber, pulverartiger Staub unter Möbeln deutet auf einen Befall hin.
  • Stellen Sie befallene Möbel umgehend weg. Packen Sie sie in einen dichten Sack und geben Sie sie in professionelle Behandlung.
  • Behandeln Sie Ihre Möbel einmal im Jahr mit Qualitäts-Möbelwachs, um das Holz zu pflegen und polieren.
  • Entfernen Sie Staub bei der normalen Reinigung mit einem weichen Tuch
  • Schützen Sie antike Möbel vor Temperaturschwankungen, damit die Scharniere nicht ausleiern.

Schmuck

  • Legen Sie Schmuck nach dem Tragen stets in den Safe zurück.
  • Prüfen Sie jedes Schmuckstück regelmässig auf seinen Zustand. Kontrollieren Sie, ob Edelsteine fest in der Fassung sitzen und Perlenketten sicher im Schloss verankert und die Schnüre in Ordnung sind.
  • Wenn nicht, lassen Sie sie reparieren. Einen locker sitzenden Brillanten hat man im Nu verloren.
  • Lassen Sie Ihren Schmuck vom Fachmann reinigen. Bewahren Sie sämtliche Quittungen in einem Ordner auf.
  • Lassen Sie Ihren Schmuck regelmässig schätzen: Verkaufswert und Wiederbeschaffungskosten sind Marktpreisschwankungen unterworfen.
  • Lassen Sie Armbanduhren regelmässig warten.

Bronzeskulpturen

  • Das Empfindlichste an einer Bronze ist die Patina.
    Verwenden Sie für die gängige Pflege eine weiche Schuhbürste oder ein Staubtuch und für eine gründliche Reinigung Neutralseife mit Wasser und ein weiches Tuch.
  • Wischen Sie die Skulptur damit ab, trocknen Sie sie mit einem Lappen ab und lassen Sie sie an der Luft vollständig trocknen.
  • Verwenden Sie keine Scheuer- oder Lösemittel, weil diese die Patina angreifen und oberflächliche Kratzer verursachen können.
  • Skulpturen, die für eine Behandlung mit Wachs geeignet sind, können in der Regel mit Möbelwachs gepflegt werden.

Bücher

  • Setzen Sie Bücher nicht direktem Sonnenlicht aus, um zu vermeiden, dass Buchrücken und Papier ausbleichen.
  • Stauben Sie Bücher in regelmässigen Abständen ab. Halten Sie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit so konstant wie möglich und lüften Sie den Raum regelmässig.
  • Nehmen Sie Bücher stets vorsichtig aus dem Regal:
  • Schieben Sie die Hand über den Buchrücken nach hinten, bis Sie das hintere Ende des Buches zu greifen bekommen und ziehen Sie das Buch behutsam heraus.
  • Stellen Sie Bücher nicht zu dicht in das Regal, um zu vermeiden, dass die Umschlagseiten bei der Entnahme beschädigt werden.
  • Versuchen Sie nicht, beschädigte Bücher selbst zu reparieren, um weitere Schäden zu vermeiden.
  • Sorgen Sie möglichst für eine Raumtemperatur von 16 bis 19 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 60 %.

Wein

  • Lagern Sie Weine im Dunklen, und vermeiden Sie insbesondere direktes Sonnenlicht, Leuchtstofflampen und UV-Licht, das selbst in dunkle Glasflaschen eindringen kann und dem Wein einen unangenehmen Geruch verleiht.
  • Lagern Sie verkorkte Weinflaschen stets liegend. Bei stehender Lagerung besteht die Gefahr, dass der Korken austrocknet und der Flascheninhalt durch eintretende Luft verdirbt.
  • Legen Sie die Flaschen mit dem Etikett nach oben, um Bodensatz leichter erkennen zu können.
  • Achten Sie auf eine konstante Lagertemperatur. Bei längerer Lagerung (über ein Jahr) ist in der Regel eine zusätzliche Kühlung erforderlich, da auch Keller oft nicht kühl genug sind.
  • Die Lagertemperatur sollte nicht längere Zeit mehr als 24 °C betragen, damit der Wein nicht oxidiert.
  • Für eine breit aufgestellte Weinsammlung ist eine Lagertemperatur von 12,2 °C ideal und sollte möglichst um nicht mehr als 1,6 °C am gleichen Tag und 2,7 °C im selben Jahr schwanken (besonders Rotweine reagieren empfindlich auf unsachgemässe Lagertemperaturen).
  • Vermeiden Sie es, Weinflaschen hin und her zu bewegen, und lagern Sie sie möglichst an einem ruhigen Ort: Vibrationen durch Schwerlastverkehr, Motoren oder Generatoren können sich ungünstig auswirken.
  • Sorgen Sie für eine konstante Luftfeuchtigkeit von 60 bis 75 %. Wein „atmet“ und sollte daher nie in Räumen mit starkem Geruch gelagert werden, weil dieser durch den Korken eindringen und den Wein verderben kann.

Münzen

  • Münzen sollten nur mit sauberen Händen bzw. weichen, sauberen Baumwoll- oder Latexhandschuhen angefasst werden.
  • Halten Sie Münzen immer über einer weichen Schutzunterlage, für den Fall, dass sie versehentlich herunterfallen.
  • Verwenden Sie auf keinen Fall Metallreiniger: Durch unsachgemässe Reinigung können Münzen erheblich an Wert verlieren.
  • Verwenden Sie auf keinen Fall Metallreiniger: Durch unsachgemässe Reinigung können Münzen erheblich an Wert verlieren.
  • Münzen sollten an einem konstant kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Durch Temperatur-, Luft- und Feuchtigkeitsschwankungen können sie anlaufen und an Wert verlieren.
  • Besonders umfangreiche und wertvolle Sammlungen sollten zu Hause im Safe oder im Bankschliessfach aufbewahrt werden.
  • Lagern Sie Münzen möglichst im Originaletui und kaufen/verkaufen Sie moderne Gedenkmünzen und Münzserien stets in der Originalkapsel und im Originalkoffer.
  • Münzrollen sind gut in Kunststoffröhrchen aufgehoben und Einzelmünzen in Münzalben und Sammelkassetten mit Hartkunststoffhalterungen.

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